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Altfrentsche Besetzung

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Als "Altfrentsche Besetzung" der Landstreichmusik ist das Trio Lincke-Menzi-Härtel seit 2015 unterwegs.
Über die Jahre haben die drei Musiker eine gewisse Unrast entwickelt, und damit einhergehend eine unbändige Lust, musikalische Grenzen zu sprengen. Früher oder später musste es passieren, dass ihre "Milchsuppe" überkocht. Das Resultat ist ein brodelndes Hexengebräu, das von "Altfrentschem" Walzerwahnsinn bis zu Punk-Anarchie und Free-Jazz-Attacken reicht.
Gekonnt verbinden der Geiger Matthias Lincke , Elias Menzi am Appenzeller Hackbrett und Bassist und Jodler Matthias Härtel ihre Wurzeln in der Appenzeller Streichmusik und der Steirischen Tanzgeigenmusik mit ihrem Drang nach freiem musikalischem Ausdruck.
Ihre Obsession mit urtümlichen Eigenheiten traditioneller Musik treibt sie um und lässt ihnen keine Ruhe, wenn sie in improvisierten Klanglandschaften die Spielräume der kollektiven Erinnerung ausloten.
Ihr kreativer Prozess gleicht einem offenen Kampf um eine neue und zugleich tief verwurzelte Identität im unermesslichen Horizont vernetzter Welten. Er ist eine Bejahung jener Widersprüche, die viele Musiker dazu bewegen, die Finger von ihren eigentlichen Wurzeln zu lassen.
So entsteht Musik, die bewusst auf stilistische Orientierung verzichtet, sich ganz auf Kommunikation konzentriert und eine eigene Sprache entwickelt, welche sich im weiten Spannungsfeld zwischen Jazz, Folk und Improvisierter Musik bewegt.


Historischer Hintergrund



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Emil Rittmeyer's legendäres Gemälde "Stubete auf Alp Sol" (1865) stellt zwei Musikanten dar, die auf Geige und Hackbrett für eine bewegte Menge zum Tanz aufspielen. Es stammt aus der Zeit der "Altfrentschen" Appenzellermusik , als Musikanten im Alpstein noch im einfachen "Sunntigsgwand" und in kleiner Besetzung musizierten.

"Altfrentsch", ein heute nur noch selten gebrauchter Begriff im Appenzeller Dialekt, geht zurück auf den deutschen Ausdruck "altfränkisch". Vom mittelhochdeutschen "altvrenkisch" herrührend ("in der Art der alten Franken") bedeutet er soviel wie "altmodisch", "nach altem Brauch".




Das Trio von Matthias Lincke, Elias Menzi und Matthias Härtel startete 2015 als eine Reminiszenz an Urformen der Appenzeller Streichmusik. Ausgehend von Handschriften aus dem 19.Jahrhundert und Schellack-Aufnahmen aus den 1920er-Jahren zelebrierten sie kreative Momente und Entwicklungen in der Geschichte der Appenzellermusik und liessen sich inspirieren zu neuen, eigenen Formen.
Seither hat sich ihre Musik beständig weiterentwickelt und angereichert mit Anklängen an unterschiedlichste Traditionen, welche die drei Musiker improvisierend aus dem kollektiven Unterbewusstsein schöpfen.

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ALTFRENTSCHE BESETZUNG   traditionell



Tracks vom Album "Altfrentsch unterwegs" (Label Musiques Suisses, 2016)

Bischelis Drüü
En Chromme



ALTFRENTSCHE BESETZUNG   experimentell



Tracks vom kommenden Album "Altfrentsche Besetzung" (Release auf Bandcamp verschoben auf Herbst 2021)

Chreizäuerli
Feldstück
Permission to a Meadow






fotos: t13.ch