"Ich bi än arme Giigemaa,
ich giige nid vergäbä,
Ich giige um es Stückli Brot,
Äs Schöppeli Wii dänäbä."
Röselichranz, Verlag Sauerländer Aarau
"Dä Giigämaa isch unterwäx": Von Bühne zu Bühne, von Fest zu Fest, von Stadt zu Stadt und übers Land. Wo sich Gelegenheit bietet, spielt er auf.
Manchmal ganz alleine, bisweilen auch mit lokalen Musikanten.
Oft ist er auch mit Gefährten unterwegs. Diese sind nicht zwingend Musiker:
Auch Geschichtenerzähler, Tänzer, Künstler verschiedener Art gesellen sich zu ihm.
Wo er auftaucht, tritt er in Beziehung zu Mensch und Ort.
Er öffnet ein Fenster zu einer vergangenen Zeit, als Tanz- und Unterhaltungsmusik noch nicht durch ausgeklügelte Technologien zum Massenspektakel
geworden waren. Er vollzieht Rückbindungen an vergessene Traditionen und erfindet sie neu in der Kulturlandschaft von heute.
Die Tradition der Schweizer Tanzgeige war bis ins 20. Jahrhundert hinein quicklebendig. Und seit dem Mittelalter wurde sie beschrieben in zahlreichen Sagen und Märchen. Heute aber ist sie in Vergessenheit geraten. Den Archetyp des "Giigämaa" wieder zum Leben zu erwecken, die sagenhaften alten Geiger und ihre mitreissende, verzaubernde Musik wieder heraufzubeschwören ist das Ziel meines Projektes vom "Giigämaa Unterwäx".
Der "Giigämaa" von Heute tritt auf in Konzertlokalen und auf Kleinbühnen. Spielt aber ebenso an Familienfesten
und Strassenecken. Er ist eine experimentelle Existenzform, ein musikalischer Hausierer und "Herumtreiber". Und sein buntes Treiben dokumentiert
er in zeitgemässer Form auf seiner persönlichen Webseite:
"Jä, lueg au do:
s'Tagebuech vom Giigämaa"
!
"Landstreichmusik": Das Repertoire vom "Giigämaa", ein Sammelsurium an "urchigen" Stücken und Liedern aus der Schweiz und dem gesamten Alpenraum.
Darüberhinaus "Eigets" in Form von Eigenkompositionen und waghalsigem Stegreif, nebst einzelnen Mitbringseln aus der Fremde, "frömd aber heimelig".
Es gibt noch keine Tonaufnahmen vom Programm "Dä Giigämaa unterwäx 2010", aber der Weg dahin ist gepflastert von "Giigämusig". Und
"diä tönt äso!"
In einer Reihe von 50 Konzerten wird Matthias Lincke als "Giigämaa" "urchige" Schweizer Geigenmusik zu neuem Leben erwecken.
Und dies begleitet von "Weggefährten", in Begegnungen mit lokalen Gästen
oder solo.
Hier geht's zum aktuellen
Konzertkalender "Dä Giigämaa Unterwäx 2010"!
Die umfangreiche Schweizer Tournee wird finanziell unterstützt durch:
Pro Helvetia, Fachstelle Kultur Kanton Zürich, Präsidialdepartement der Stadt Zürich,
Amt für Kultur Appenzell Ausserrhoden, Die Mobiliar Genossenschaft, Ernst Göhner Stiftung, Migros Kulturprozent, SUISA-Stiftung für Musik.