GIIGÄMAA : GRENZGÄNGER 2012



" Mancherlei sind unsers Volkes Gaben;
Denn auch mancherlei hat es zu tun,
Und mit hartem Ringen, wie zum Ruhn
Muß es einen guten Spielmann haben. "

Gottfried Keller, (1819 - 1890), Schweizer Dichter und Romanautor

Solobild



Im Jahre 2012 ist "Giigämaa" Matthias Lincke unterwegs als "Grenzgänger".
Nach der ausgedehnten Wegstrecke "Dä Giigämaa unterwäx 2010" und der "Landstriich-Tournee" im Herbst überschreitet der Wandergeiger im nächsten Jahr geographische Grenzen mit Tourneen in Deutschland, Österreich und Norditalien.
Auch stilistisch öffnet er Grenzen in Begegnungen mit diversen Künstlern in folgenden Teilprojekten:

Landstriichmusig
Schottisch
Stägriif
Elektromusig
Landstriichstubete

Die Konzerte vom "Grenzgänger 2012" starten vorraussichtlich im Januar und werden sich über das ganze Jahr verteilen. Erste Daten finden sich bereits im Konzertkalender !

"Dä Giigämaa unterwäx 2012 : Grenzgänger" wird finanziell unterstützt durch:

Pro Helvetia, Fachstelle Kultur Kanton Zürich, Präsidialdepartement der Stadt Zürich,
Ernst Göhner Stiftung, Migros Kulturprozent, Schweizer Interpreten Stiftung, Artephila Stiftung


Herzlichen Dank!


Schweizer Tournee 2012



" Wer keine Grenzen kennt, verkommt. "

Peter Rudl, (*1966), deutscher Aphoristiker

In diesem Sinne wird sich "Giigämaa" Matthias Lincke auch im kommenden Jahr nicht nur Grenzen überschreiten, sondern ebensolche auch einhalten und festigen. Im geographischen Sinne bedeutet das, dass auch zahlreiche Konzerte und Stubeten auf Schweizer Boden geplant sind. Stilistisch bleibt das Hauptaugenmerk die Pflege der Schweizer Geigenmusik in ihrer Ausprägung als "Landstriichmusig".
Aber auch im Innern gibt's Grenzen, deren Öffnung spannendes Neuland verspricht. Solche Grenzen zwischen verschiedenen musikalischen Genres will Matthias Lincke in den interaktiven Teilprojekten "Schottisch", "Stägriif" und "Elektromusig" in Angriff nehmen.


Landstriichmusig

"Landstriichmusig" ist Volksmusik, aufgelesen am Wegrand von Wandergeigern im Laufe von Jahrhunderten: Ein Sammelsurium an "urchigen" Stücken und Liedern aus der Schweiz und dem gesamten Alpenraum. Nebst Fundstücken auch "Erfundenes" und waghalsiger Stegreif. Ausserdem Mitbringsel aus der Fremde. Im Herbst erscheint die gleichnamige CD, und
"diä tönt äso!" Solobild
"Landstriichmusig" bezeichnet überdies ein bunt zusammengewürfeltes Reservoir an Musikanten, eine Horde von Weggefährten, die in wechselnder Besetzung mit dem "Giigämaa" durchs Land "streichen".
Die Duo-Formation mit Dide Marfurt bildet das Herz dieser lockeren Gruppe. Und mit Simon Dettwiler kommt ein weiterer ganz wichtiger Aspekte der Schweizer Volksmusik hinzu: Das Schwyzerörgeli als stilbildendes Instrument der Ländlermusik. Weitere "Weggefährten", die für einzelne Tournee-Strecken zur "Landstriichmusig" stossen werden, sind die legendäre Jodlerin und "Giigäfrou" Christine Lauterburg, Thomas Keller (bekannt für die Wiedereinführung vergessener Saiteninstrumente wie der Halszither und dem Häxäschiit)
und Mundarterzähler Jürg Steigmeier.


Landstriichstubete



" Heiter Glanz und schinete Moo, hinecht wemmer z'Stobete goh;
z'Stobete gömmer de Lütte zleid, gönn nöd vor em Morge hei! "

Toggenburger Lieder, gesammelt von Albert Edelmann um 1907

Seit Jahrhunderten steht der Ausdruck "z'Stubete goh" für gesellige Treffen in der "guten Stube" eines bekannten Wirtes oder befreundeten Gastgebers, für den Genuss von Musik und Tanz, Speis und Trank. Die "Landstriichstubete" macht sich als "Stubete unterwäx" auf den Weg zu den "guten Stuben" der Schweiz und will die Tradition des "z'Stubete goh" neu beleben. Sie versteht sich als Treffpunkt für ausgesuchte Musikanten, welche mit Leidenschaft und einer neuartigen Vision Schweizer Volksmusik spielen.
Wo die "Landstriichstubete" zu Gast ist, finden Streicher und Musikanten aller Art zusammen, um jahrhundertealter Tanzmusik neues Leben einzuhauchen. Hier werden die neusten bzw. ältesten "Stückli" gehandelt, hier findet wertvoller Ideenaustausch statt, und musiziert wird ohne viel Moderation frisch von der Leber weg. So entsteht in spontanem Stegreif "Landstriichmusig"!
Ziel dieser Stubete ist die Entwicklung eines musikalischen Diskurses über eine "Musik der Landstrasse", wie sie über Jahrhunderte hinweg von Musikanten und fahrenden Spielleuten weitergegeben wurde.
Gegenwärtig macht Die "Landstriichstubete" Station in der Café- und Weinbar "Zum Hut" in Uster. Geplant sind bis Ende Jahr Stationen in "musikantenfreundlichen" Wirtsstätten in St.Gallen, Bern, Zürich und im Appenzellerland.

Mehr Infos zum Projekt gibt's nächstens hier!

Schottisch

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Mit "Schottisch" bezeichnen wir in der Regel etwas, das aus Schottland kommt. Beim Schweizer Volkstanz namens "Schottisch" ist dies allerdings angeblich nicht der Fall.
Gemäss der Musikhistorie soll der Tanz aus Deutschen Landen stammen, aber auf die französische "Ecossaise" (frz. "schottisch") zurückgehen. Ironischerweise hat der Tanz seinen Weg schliesslich auch nach Schottland gefunden und ist unter der Bezeichnung "Highland Schottische" zu einem Schottischen Volkstanz geworden. Bemerkenswert ist, dass die Schotten die deutsche Schreibweise übernommen haben!
Ausgehend von diesem vielseitigen Begriff, fragt "Giigämaa" Matthias Lincke gemeinsam mit "Weggefährten" Rumi S. Hatt, Dide Marfurt und Simon Dettwiler nach der Herkunft von Schweizer Volksmusik und Volksmusik an sich. Die vier Musiker bilden einen Raum, angesiedelt zwischen den Traditionen der alpenländischen und keltischen Musik. Darin entwickeln sie Tanzmusik auf der Schwebe zwischen verschiedenen Traditionen und auf der Kippe zwischen Tradition und Moderne.

Einen musikalischen Vorgeschmack auf "Schottisch" bietet der "Highländler" , eine Kombination eines Ländlerli aus den Appenzeller Hügeln mit einem Marsch aus den Schottischen Highlands, von der aktuellen CD "Way North" von Lincke & Hatt
(Studiogäste waren Dide Marfurt, Rolf Marfurt und Arlette Keiser).

Stägriif

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"Aus dem Stegreif": So wird musiziert, wenn "Giigämaa" Matthias Lincke auf seine "Stägriifler" trifft. Mit Musikern aus der Jazz- und Improszene, spürt er Traditionen des freien, ungezwungenen Musizierens in der Schweizer Volksmusik auf.
Spielerisch und spontan kontrastieren die "Stägriifler" archaische Ländlermelodien mit den volksliedhaften Themen von Pionieren des Free Jazz wie Albert Ayler und Ornette Coleman: Ein Spiel mit der Freiheit, eine Öffnung von Grenzen mit dem Ziel, dem Publikum lebendige, gewagte Musik näherzubringen.

Mehr Infos zum Projekt gibt's hier!


Elektromusig

"Musig vo änäd äm Haag": Mit Anselm Caminada und Ali Salvioni hat "Giigämaa" Matthias Lincke zwei ausgesprochene "Stadtstreicher" aufgelesen! Elektrisch verstärkt wollen die drei "Landstreichmusig" moderner Machart aus ihrem Laboratorium in die Clubs transportieren: Die "Elektromusig" macht mobil zur Landung auf den Tanzböden der Schweiz.

Mehr Infos zum Projekt gibt's hier!


Ausland-Tournee 2012



" Die eigenen Grenzen abzuschreiten, ist der längste Umweg. "

Elmar Kupke, (*1942), deutscher Aphoristiker und Stadtphilosoph

Die Grenzüberschreitungen nach Deutschland, Österreich und Italien unternimmt "Giigämaa" Matthias Lincke mit einer Gruppe ausgesuchter "Weggefährten", seiner "Landstriichmusig".
Die Duo-Formation mit Dide Marfurt bildet das Herz dieser lockeren Gruppe. Und mit Simon Dettwiler kommt ein weiterer ganz wichtiger Aspekte der Schweizer Volksmusik hinzu: Das Schwyzerörgeli als stilbildendes Instrument der Ländlermusik.
Weitere "Weggefährten", die für einzelne Tournee-Strecken zur "Landstriichmusig" stossen werden, sind die legendäre Jodlerin und "Giigäfrou" Christine Lauterburg, Thomas Keller (bekannt für die Wiedereinführung vergessener Saiteninstrumente wie der Halszither und dem Häxäschiit) und Mundarterzähler Jürg Steigmeier.
Geplant sind überdies einzelne Begegnungen mit regionalen Gästen. Inwiefern und mit welchen Künstlern im Besonderen diese realisiert werden können, wird im konkreten Fall erwogen werden.